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09.12.2009
Der Weg in den Winter in den kommenden Tagen
Überlick über die derzeitige Wettersituation

Was sich nun schon seit mehr als einer Woche angedeutet hat wird nun Gewissheit: Ab dem Wochenende steht uns der erste winterliche Witterungsabschnitt dieses Winters bevor. Wie lange dieser Dauern wird und wieviel es wo, wenn überhapt schneit lässt sich natürlich noch nicht sagen, trotzdem will ich hier das bisher feststehende und das Zustande kommen des ersten winterlichen Abschnittes erlätern.

Vorhersage basiert auf dem 12Z-Lauf (09.12.2009) des GFS-Modells (Amerikanischer Wetterdienst):

Deutschland liegt aktuell, so scheint es, unter einem durch einen großen langwellen Trog gestützden Hochdruckkeil. Dabei werden warmfeuchte Luftmassen zu uns geleitet, welche sich heute beispiels Weise als tiefe Wolken outen konnten und trotz Hochdruck wenig bis keinen Sonnenschein zuließen. Die für die Wetterumstellung nun wichtigen Faktoren sind jedoch noch auf dem Atlantik zu finden. Zum einen ist dies ein Randtief des isländischen Sturmtiefs (rotes Rechteck), zum anderen die Entwicklung einer Welle an einer noch schwachen Trogachse (blaues Rechteck).

Die Entwicklung in den kommenden Stunden ist dann schon, man kann sagen: Vorentscheidend. Aus der Welle entsteht, an der Kaltfront des Islandtiefs, ein Randtief welches eine Schwachstelle in der Hochdruckbrücke ausnutzt und einen Anlauf wagt hindurch zu schlüpfen. Unterstützt wird es dabei vom sich weiter verstärkenden kurzwellen Trog. Zugleich baut das Tief über dem Atlantik jedoch wieder einen neuen Höhenkeil auf. Der Unterschied zum vorherigen ist jedoch, dass dieser weiter westlich liegt, was logischer Weise der wichtigste Punkt ist, da sonst keine nordöstliche Ströung einstellen könnte.

Unter dem neuen Keil baut sich nun auch das Bodenhoch auf. Das Tief ist inzwischen durchgerutsch und liegt um 12Z über dem Norden Deutschlands. In der Höhe bildet sich ein abgeschlossenes Höhentief aus. Am Boden kommt es bei nochmal milderer Strömung zu zum Teil kräftigen Niederschlägen. Das Tief verlagert sich nur langsam nach Osten und hält das Hoch somit auf Abstand. Zugleich sorgt die kräFtige Warmluftadvktion dafür, dass sich der Keil weiter nach Norden bis nach Grönland ausbaut. Außerdem bildet sich am Boden wieder eine Hochdruckbrücke zwischen dem Hoch uuml;ber Sibirien und dem über den britischen Inseln. Noch herrscht bei in Deutschland aber eher West bis Nordwestwind, welcher durch das Bodentief verursacht wird.

Am Freitag kommt der Wind dann in ganz Deutschland aus nördlicher Richtung. Die Temperaturen gehen nun auch zurück, die Niederschläge fallen im Flachland (unter 500m) noch als Regen. Der Hochdruckkeil hat die atlantischen Ströungen nun komplett von Europa abgeblockt. Der Trog über dem Atlantik sorgt für Stabilität verliert allerdings langsam an Kraft. Doch zugleich erscheint bei Neufundland ein neues Tiefdruckgebiet welches die Warmluftadvektion in Richtung Gröndland wieder verstärken wird.

Ab Samstag setzt sich dann im gesamten Bundesgebiet mehr oder weniger winterliches Wetter durch. Am Samstag selbst ist jedochdoch in fielen Teilen des Nordens und Westens noch nicht wirklich mit Frost zu rechnen, Grund ist die noch sehr feuchte Luftmasse, welche eine schnelle Abkühlung verhindert. An den Küsten sorgen Nord- und Ostsee für noch etwas wärmere Temperaturen. Im Osten und Süden kann es jedoch bereits am Samstag zu Dauerfrost kommen. Dort fallen jeegliche Niederschläge als Schnee, wenn auch auch diese eher gering bleiben werden.

Wie sich die darauf folgenden Tage genau entwickelt bleibt bei dieser Lage, welche durch viele kleine Tiefdruckgebiete bestimmt wird, natürlich noch im Dunkeln. Es ist jedoch nicht sehr unwahrscheinlich, dass sich diese Lage für längere Zeit hält und aus Norden durchstoßende Tiefdruckgebiete für Schnee sorgen. Wenn nicht ist jedoch eher mit trockener Kälte zurechnen. Die Temperaturen würden dann allerdings konstanter auf niedrigem Niveau bleiben. Die Nord- und Ostseeküsten könnten bei der richtigen Anströmung vom Lake-Effekt profitieren und einiges an Schnee abbekommen.

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